Weniger kann mehr sein — eine neue Liebe

Der erste Schritt sind getan. Ich bin konvertiert.

Ich habe meine Treue zu Sony aufgegeben und bewege mich nun auf neuem Terrain. Es gab seit geraumer Zeit für mich keine Gründe mehr weiterhin der Philosophie von Sony zu folgen und so habe ich mich auch schon länger damit befasst den Hersteller zu wechseln. Aber so ein Wechsel ist eine kostspielige Angelegenheit und das war sicherlich der Hauptgrund warum ich nicht einfach ins nächste Geschäft laufe und meinen Einkaufszettel abarbeite.

Es soll Nikon werden — das war klar. Aber welches Modell will ich, was passt zu mir. Am letzten SA-Abend kam auf einer FB-Gruppe ein Angebot für eine Nikon D3. Na ja, die Kamera ist aber auch schon ein älteres Semester und da gibt es ja bereits 4 Nachfolger-Modelle die vermutliche allesamt besser sind. Die Versuchung war zu gross — ich habe zugeschlagen. Ausschlaggebend waren die lediglich 12 MP Auflösung und die Geschwindigkeit der Kamera. Genau das Richtige für meine Action- und Eventbilder. 11 Bilder /s mit einem schnellen Autofokus (AF) und einem harmonischen Bildrauschen bei ISO6400. Das waren meine Wünsche — getestet habe ich das vorher nie.

CHS_5830f4.0 / ISO800 / 1/125s –na gut, was soll bei ISO 800 schon gross passieren.

Tja und so bin ich am Sonntag-Morgen zum vereinbarten Treffpunkt gefahren und habe mir diese Nikon D3 mal angeschaut. Toller Zustand, 45’200 Auslösungen (bei einem Verschluss der für 300’000 Auslösungen gemacht wurde), ein fairer Preis und ein sehr netter Verkäufer. Nun hatte ich also einen Kamera-Body aber kein Objektiv um mit der Kamera die ersten Gehversuche zu machen. Da hat man natürlich seine Kontakte — Gere, die gute Seele hat mich erlöst und mir kurzerhand sein AF-S 50mm F1.4 und sein AF-S 24-70mm F2.8 ausgeliehen. Herrlich — der Sonntag stand im Zeichen von Kameraeinstellungen und -Versuchen.

CHS_5730_6244F1.4 ist halt schon was Schönes. Aber der Fokus muss sitzen.
So nun habe ich also eine Nikon, aber keine eigenen passenden Objektive dazu. Ich kenne meine Vorlieben und auch meinen Bedarf an Objektiven und Brennweiten. Ich möchte im Weitwinkelbereich bei mindestens 15mm beginnen — dafür ziehe ich das AF-S 14-24mm F2.8 in Betracht. Als Standard-Zoom habe ich bereits am Montag das AF-S 24-70mm F2.8 bestellt. Und weil ich mein 70-200mm an der Sony liebe und weil das die Linse ist für den Sport- und Eventbereich habe ich das Gestern eben auch noch das AF-S 70-200mm F2.8 VR II geordert. Gut ich muss gestehen — Nikon hat gerade eine Cash-Back-Aktion am Laufen und so gibt es pro Linse gleich wieder 200.- zurück, ist doch ein Argument um zuzuschlagen. Aber auch dann ist es ein kleines Vermögen. Aber ich predige es immer wieder — „investiere das Geld in gute Objektive, die begleiten Dich bei guter Pflege länger als deine Kamera“.

DSC_5924ISO 5000 — Plötzlich liebe ich das Bildrauschen, es ist so harmonisch wie ich es mir gewünscht habe.

Und was mache ich nun mit all meinem Sony-Kram? Nun, zuerst Mal keine überstürzten Aktionen. Alexandra fotografiert ja auch schon fleissig mit ihrer Kompakt-Knipse. Sie wird die A700 bekommen und kann damit den Einstieg in die DSLR-Welt beginnen. So wird auch das eine oder andere Objektiv bleiben und auch einiges an Zubehör weiter Verwendung finden. Meine A900 wird mich im Moment noch im Studio begleiten — da ist sie zu Hause, das kann sie hervorragend. Aber es wird sicherlich die Zeit kommen wo ich mich auch von ihr trennen werde und dann auch von meinen Objektiven die noch so rumliegen. Schliesslich muss ich ja auch meine weiteren Anschaffungen finanzieren. Ein Macro-Objektiv muss noch in den Rucksack, Systemblitz und Auslöser fürs Studio, sicherlich dann auch mal noch eine Vollformat-Nikon-Pixel-Monster mit viel Auflösung und noch… Aber eines nach dem anderen. Zuerst gilt nun mal — weniger ist mehr.

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