von allem ein bisschen

Ein Weihnachts-Shooting stand gestern Abend auf meinem Programm. Nach kurzem Check was wir machen wollen, ging es zur Sache. Aus Erfahrung weiss ich, bei welchen Personen es gut und gerne mal eine halbe Stunde dauert bis sie sich an die Umgebung, das Studiolicht, und das ganze Drum Herum gewöhnt haben. Nicht immer einfach als Fotograf hier den Weg zu finden damit das Gegenüber locker wird. Aber gestern ging das recht gut und wir haben schnell „den Draht“ gefunden.CHA_0147_2Also mal einen Einstieg in die Klassiker. Es sollten natürliche Bilder entstehen die man gerne in eine Bewerbungsmappe packt oder seiner Oma zu Weihnachten schenken kann. Gerade für „unerfahrene“ Models ein guter Einstieg und schnell sehen sie das mit dem richtigen Licht ja auch wunderschöne Portrait-Aufnahmen von „ihnen“ entstehen können (das soll nun nicht heissen das wir das gestern Abend nötig hatten).

Oberes Bild entstand mit Blende f2.0, ISO 100 und 1/1250 sec. Verschlusszeit. 1 Studioblitze sorgten für das Hauptlicht von links oben und ein zweiter Studioblitz stand links hinter dem Model und erzeugt den Akzent im Haar und auf der Wange. Und wer meinen Beitrag von neulich gelesen hat weiss nun auch wie ich Studioblitze auslösen und trotzdem mit einer Verschlusszeit jenseits der Synchron-Zeit arbeiten kann.

CHA_0266_2Es ist die Leichtigkeit die mich an Highkeys fasziniert. Das Bild besticht durch einen hohen Anteil an weissen Bildteilen und zeugt so von Reinheit und Ruhe. Der Blick hält sich an den Kontrasten fest und reduziert sich auf das Wesentliche. Herrlich… ich steh drauf.
Im weiteren ist die grossflächige, weiche Ausleuchtung ein Schmeichler für die Haut. Unreinheiten werden ohne Zutun von Photoshop ausgeleuchtet, kein Schatten kann sich in einem Grübchen verstecken. Vermutlich auch deshalb eine Technik die in der Mode- und Portraitfotografie gerne eingesetzt wird.

CHA_0469_2Und dann kam das kleine Schwarze. Es sollten Bilder entstehen die durch geringe Schärfentiefe ihre Wirkung erzielen. Eine Herausforderung im Studio — denn geringe Schärfentiefe heisst mit grosser Blendenöffnung zu fotografieren und das wiederum heisst kurze Verschlusszeiten weil sonst zuviel Licht vorhanden ist. Also haben wir uns langsam an die Aufgabe heran getastet. Bild oben: F2.8, 1/250 s., ISO 100 und 110mm Brennweite (BW).

Und da Schwarz-Weiss ja auch immer gut ankommt und gefällt haben wir uns auch dafür entschieden.

Es war ein tolles Shooting mit vielen wunderbaren Bildern. Hat uns beiden Spass gemacht und mir bleibt nur noch zu hoffen das von allem was dabei war. Vielen Dank.

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